Offene Diogenes-Meisterschaft

Amerikanische Verhältnisse

So frotzelte der Turnierleiter vom SCD, als HR und Axel Stephan beide mit 6/7 Punkten und gleicher Buchholz durchs Ziel gingen. Natürlich war dann Stephan nach irgend einer Lottowertung erster, aber so lange der Zaster geteilt wird und HR nicht noch einen Blechotto nach Hause schleifen muß, geht das in Ordnung, und er wird nicht das Oberste Gericht deswegen anrufen.

Partien, Schönheitspreise, Gepatze:

Weiß: HR . . . . . Schwarz: Link
1.d4 g6 2.c3 Lg7 3.e4 d6 4.f4 Sf6 5.Ld3 O-O 6.Sf3 Lg4 7.h3 Lxf3 8.Dxf3 c6 9.O-O Da5 (Spätestens an dieser Stelle war es wohl Pflicht, e5 zu ziehen.) 10.Sd2 Sbd7 11.e5 Sd5 12.Se4 dxe5 (Öffnet zwei Linien zuviel, besser 12....Dc7) 13.fxe5 Db6 14.Tf2 h6 15.Dg4 e6 (sonst zieht Weiß e6 - aber nun wackelt h6) 16.Dh4 Dd8...

Zug Link

(Das wäre schön, wenn Weiß sich jetzt verpfeifen oder tauschen müßte. Nur leider:) 17.Lg5! (Rums, bums, aus die Maus. Da nach 17....hxg5 18.Sxg5 das Matt nur noch verzögert werden kann, fällt erst einmal h6.) 17....f6 18.Lxh6 g5 (Schwarz, noch von dem Volltreffer angeschlagen, entschließt sich, sich ins eigene Schwert zu stürzen. Am besten, wenn auch ohne große Aussichten auf Remis, war wohl 18....De7.) 19.Lxg5 Sxe5 (Völlig nutzlos) 20.dxe5 fxg5 21.Sxg5 Sf6 22.Lh7+ aufgegeben (22....Kh8 23.Lg6+ Kg8 24.exf6 Txf6 25.Dh7+ Kf8 26.Sxe6+ ist zwar nicht Matt, aber deutlich)

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