Dähnepokal

Der Weg war umsonst

Manche Dinge ändern sich nie: Mit Mühe hatte HR mal wieder den Dähnepokal auf Hamburger Ebene gewonnen und mußte sich auf eine mörderische Fernreise nach Buxtehude begeben. Na klar, er bekam gleich wieder den zweiten Hamburger vorgesetzt. Das hätte man auch gleich im HSK regeln können. Nach seiner Wichern-Pleite spielte HR etwas vorsichtiger, aber er bekam prompt das nächste unklare Morra-Opfer reingewürgt. Nur dank seiner eisernen Nerven überstand er den Ansturm und rettete sich in ein ausgeglichenes Endspiel. Im Blitzen hatte HR dann aber natürlich schon aus Altersgründen keine Chance.

HR

Partien:
Reddmann-Bigot, Runde 7
1.d4 d5 2.Lf4 Sf6 3.e3 c6 4.Sd2 Lf5 5.f3 e6 6.g4 Lg6 7.h4 h5 8.g5 Sg8 9.Sb3 Ld6 10.Sh3 Se7 11.Dd2 Sf5 12.Df2 a5 13.a3 (Besser war a4, das Folgende hat HR mal wieder verpennt.) 13...a4 14.Sc1 c5 15.Sd3 cxd4 16.exd4 Sc6 17.c3 O-O 18.Lxd6 Dxd6 19.Shf4 e5 20.Sxg6 fxg6 21.dxe5 Sxe5 22.O-O-O Tac8 (Bis hierhin alles ganz logisch, doch statt des Turmzugs hätte 22...Sg3 HR böse ins Schwitzen gebracht - mindestens der Bf3 ist im Eimer.) 23.Kb1 Sc4 24.Lh3 (HR gefiel 24.Sb4 wegen Sce3 nicht..."Lass ihn doch opfern!" Die Bitte wird prompt erhört.) 24...Sxa3+ 25.bxa3 Txc3 26.Lxf5 Txf5 27.Sb2 Dxa3 28.Tc1 Tb3 29.Tc8+ Kh7 (Diese Schmollecke ist stark mattverdächtig, Tf8 war besser.) 30.Te1 Tfxf3 31.Tee8 Txb2+ (Was sonst?) 32.Dxb2 Tf1+ 33.Tc1 (Diesen einfachen, aber gloriosen Rückzug hatte der Schwarze in seiner Zeitnot übersehen.) 33...Dd3+ 34.Ka2 a3 35.Tcc8 (Und das Gleiche nochmal!) 35...Dc4+ 36.Txc4 axb2 37.Tb4 (Damit ist alles erledigt. Schwarz hätte hier nun wirklich nicht mehr weiterzuspielen brauchen.) 37...b1=D+ 38.Txb1 Txb1 39.Kxb1 b5 40.Kc2 b4 41.Kd3 b3 42.Kd4 b2 43.Tb8 b1=D 44.Txb1 Kg8 45.Kxd5 Kh7 46.Ke6 Kh8 47.Kf7 Kh7 48.Tb6 Kh8 49.Txg6 Kh7 50.Th6+ gxh6 51.g6+ Kh8 52.g7+ Kh7 53.g8=D# (Den ostentativ in die Hand gereichten Turm mußte HR mit einem "Wenn du kiebich wirst, nehme ich einen Springer!" ablehnen.)

Langrock-Reddmann, Finale
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Lc4 e6 7.Lb3 Le7 8.f4 Sc6 9.Le3 Dc7 10.Df3 Sa5 11.O-O-O Sxb3+ 12.axb3 b5 13.g4 Lb7 14.g5 Sd7 15.f5 Se5 16.Dh3 (Wesentlich besser sah Dg2 aus, um das Zentrum zu halten.) 16...b4 17.Sa4 (fxe6 schlägt nicht durch, aber hiernach hat Weiß in der Partie nicht mehr viel zu melden.) 17...Lxe4 18.fxe6 O-O 19.Thf1 f5 (Läßt elegant den Be6 Weiß im Weg stehen. Weiß glaubt das auch prompt und opfert ihn bei der ersten aber nicht besten Gelegenheit.) 20.gxf6 Txf6 21.Txf6 Lxf6 22.e7 Dxe7 23.Sb6 Te8 24.Td2 d5 25.Kb1 Dd6 26.Sa4 (Zurück in die Schmollecke...) 26...Lg6 27.Lf4 Dd7 28.Dg3 Sc6 29.Sb6 Db7 30.Sxc6 Dxc6 31.Sxd5 Lxc2+ 32.Ka2 (Klar, daß Weiß wenigstens ungeile Läufer herbeiführen will, statt nach Txc2 immer noch im Minus zu sein. Doch es zeigt sich wieder einmal das Angriffspotential dieser Konfiguration.) 32...Lg6 33.Sxf6+ gxf6! (Überraschend und stark, nimmt das Feld e5. Danach gibt es keine Rettung mehr: 34.Dg1 Db5 35.Lc7 Te5 36.Db6 Df1 und es bleiben nur noch Racheschachs.) 34.Dg2 Dc1 (Nach 35.Dd5+ Kh8 36.Td1 Dxf4 fällt dem Schlamassel ein völlig Unbeteiligter zum Opfer. So gehts in der Welt...) aufgegeben

12


Seite 11 INSELSCHACH 110 Seite 13