Mannschaftskampf gegen Diogenes 5 am 15.4.96

Heimatmuseum Wandsbek

Der Großteil unseres Teams war, wie bei Auswärtsspielen üblich, sehr pünktlich vorort. In kurzer Folge erschienen Diogenerianer und veranstalteten ameisige Betriebsamkeit im Spiellokälchen. Tische wurden enge Treppen ins Obergeschößchen transportiert. Material hin und her transferiert. Wir hielten uns im Hintergrund, sprich draußen auf, denn es waren die ersten warmen Frühlingstage und wenig Platz drinnen.
Zwischen 19.00 und 19.05 Uhr zwängten wir uns auf unsere Plätze im Obergeschoß. Ein Spiellokal für schlanke Spieler und solche, die es an ihrem Platz aushalten, denn von einigen Brettern war es schlicht nicht möglich sich zu entfernen, ohne mindestens vier andere Partien zu stören.
Brett 5: 19.07 Uhr 1.c4 ... Helmut Untiet 1951-1981 Bildideen, Gleichnisse Stück 1,- DM - Spende für das Heimatmuseum. Bilder, Drucke, Plastiken - expressionistisch? ..?.. Klokaltundpapierlos.... "Von den Schandtaten dieses Winters": Vom 26.Januar bis zum 4.März, 37 Tage, stieg das Thermometer trotz häufigen Sonnenscheins keinen Moment über den Gefrierpunkt ... Die Oberfläche der Alster gliederte sich in das Hamburger Verkehrsnetz ein. (Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1929) im "Wandsbek informativ". .... 20.00 Uhr 1:0 ... mein Gegner war nicht erschienen! Tzz. Peter kämpfte an Brett 8 gegen eine stürmische Diogenerianerin ... "Peter! Cool bleiben, ihre DWZ ist 1336!". Oliver verteilte Mannschaftskampf-gegen-Caissa-Vorbereitungs-Unterlagen. Lobenswert! Caissa könnte unseren Aufstiegsdrang bremsen (oder wir). Hauke schnaubte, die anderen spielten.
Am Ende, nach dem Sieg, wurden noch schnell zwei Partien remisiert, damit wir mit 6½ früh nach Hause konnten. D.h. ich war längst zu Hause, denn nach der Kampflosen hatte ich kein weiteres Steh(Sitz)vermögen mehr.

MM

Rochade

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