(Man kann dies nicht als Fehler bezeichnen, denn bis zum Schluß bleibt es spannend. Aber es zeigt sich im Nu, wie riskant diese offene e-Linie ist. Hier drängte sich als Alternative der Hasovic 10.fxe5 Lxd4 11.Ld3 auf, die Stellungsbewertung überlasse man aber besser einem Computer.) 10....Sf6 11.Le3 Kf7 12.Se6 (Weiß, der bereits anderthalb Stunden vergrübelt hat, um billig wegzukommen, möchte auch mal mitwuseln und bietet kleine Brötchen an. Schwarz hat an 12....Lxe6 13.Lxc5 Te8 14.Dd4 kein großes Interesse und verwuselt weiter.) 12....Da5+ 13.Ld2 Db6 14.Sg5+ Kg8 15.Lc3 (Weiß stellt entsetzt fest, daß es mit O-O-O wegen Ld4 nichts wird. Trotzdem kann der Zug nicht gut sein - weder D noch K verschwinden aus der Schußlinie.) 15....Lg4 16.Se4 (Erst dieser Panikzug verliert klanglos, nach 16.f5 Te8 17.Se6 kann Weiß noch kämpfen.) 16....dxe4 17.Lc4+ Kf8 18.Dg5 Lb4 (Sägt alle Hoffnungen auf Gegenspiel radikal ab.) aufgegeben

HR

Schnellturnier Elmshorn

Ora et Flora

Erstmals wieder nahm eine SKW-Mannschaft am traditionellen Flora-Turnier in Elmshorn teil. In der marmstorfbewährten taktischen Aufstellung Reddmann, Voß, Kuldin, Klose machte man sich daran, den Rekord in Mannschaftsremisen aufzustellen. Es wurden insgesamt 5, bei zwei Siegen und zwei Niederlagen, 9:9 MP, 18:18 BP, und Platz 32/61. Man nennt es auch Mittelmaß.
Turniersieger wurde unangefochten Neukloster 1 mit 17:1 MP.
Soviel zu Flora, jetzt zu Ora, bzw. Beten: Würde es noch für einen Einzelpreis reichen? Und tatsächlich, Michael Voß staubte für seine 0/9 als Trost ein Jahr Schachzeitschriftabo ab. Danach wird er sicher soviel gelernt haben, daß er auch HR putzen kann, oder?
Übrigens sah HR in der Pause zum ersten Male zwei neue Extremsportarten: Kicker mit einer zusammengerollten Alufolie als Ball und Handflächentischtennis mit einem Tennisball. Für die Jugend zur Nachahmung empfohlen.

Brett 1 Reddmann 7½/9
Brett 2 Voß 0/9
Brett 3 Kuldin 5/9
Brett 4 Klose 5½/9

Und die übliche HR-Patzpartie gibt es gratis (HR hat Weiß):
1.d4 Sf6 2.Lg5 c5 3.Lxf6 gxf6 4.dxc5 Da5+ 5.Sc3 Dxc5 6.e4 Lh6 7.Sge2 f5 (Dies ist gefährlich, Schwarz wird zwar den lästigen Doppelmops los, bleibt aber in der Entwicklung zurück.) 8.exf5 Dxf5 9.Sg3 De5+ 10.Le2 d6 11.O-O Sc6 12.Te1 Dc5 (Die Dame irrt wie ein aufgescheuchtes Huhn umher,während HR bereits zielsicher mit seinen Springern d5 und f5 anvisiert.) 13.Sd5 Se5 (Einzig 13....Sd4 versprach Linderung) 14.Lb5+ Ld7 15.b4 Dc8 16.Lxd7 Dxd7 (Auch nach 16....Kxd7 17.f4 Sg6 18.Sf5 Lf8 knallt es: 19.Sdxe7! Lxe7 20.Txe7+!) 17.f4 Sg4 (Mit 17....Lg7 wäre es am billigsten geworden, natürlich trotzdem ohne jede Chance) 18.Txe7+ Dxe7 19.Sxe7 Kxe7 (Daß Schwarz noch weiterspielt, kann man wohl nur mit Masochismus erklären) 20.Dxg4 Lf8 21.Te1+ Kd8 22.Dg5+ Kc7 23.Df6 d5 24.Dxf7+ Kc6 25.Te6+ Ld6 26.Sf5 Tad8 27.Sxd6 Txd6 28.Txd6 aufgegeben

HR

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