Grand Cup Schnellschach

Wilhelmsburg 2 vor Wilhelmsburg 1!

Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht. Aber jetzt zur "schlechten": Wilhelmsburg 1 ist wegen Nichterscheinens (nur Hauke Reddmann und Edmund Szczepanski waren anwesend) vom Turnier zurückgetreten. Hauke wurde kurzer Hand an die 3(+1) Musketiere verliehen (und holte dort 4/5, was mit 5:5 MP, 19 BP Platz 54 ergab, Red.). Denen fehlte sowieso ein Spieler, da es ein Vierer-Mannschaftsturnier war. Edmund hat auch noch eine Mannschaft gefunden, in der er mitspielen konnte. Der Name dieser Mannschaft ist leider nicht bekannt. Schade, daß es immer wieder Probleme mit der Zuverlässigkeit im SKW gibt.
Die Zweite spielte mit Jörn Werner (1 aus 5) am ersten Brett, Kai Schröder (3 aus 5) am zweiten Bett, Andreas Will (2 aus 5) am dritten und Dieter Boxberger (2 aus 5) am vierten Brett. Insgesamt machte die Zweite 4:6 Mannschaftspunkte und 8 Brettpunkte. Dieses mäßige Ergebnis kam dadurch zustande, daß die Mannschaften, die wir zugelost bekamen, sehr stark besetzt waren.
In der ersten Runde durften wir gleich gegen Marmstorf (DWZ-Schnitt 2019, Platz 9) antreten und verloren auch prompt mit 0,5 zu 3,5. Die zweite Runde bescherte uns mit den Golden Girls (Platz 91, auch als Schachfreunde 8 mit einem DWZ-Schnitt von 1153 gemeldet) den "leichtesten" und nettesten Gegner. Dieses Match gewannen wir mit 3 zu 1. Als nächsten Gegner bekamen wir von der Turnierleitung eine Mannschaft des SKJE zugeteilt. Das Ergebnis fiel mit 1,5 zu 2,5 sehr knapp aus. Wenn Dieter, der auf Gewinn stand, in Zeitnot nicht fehlgegriffen hätte... Wer weiß das schon? Die vierte Runde präsentierte uns dann eine Betriebssportmannschaft, Beyersdorf (DWZ-Schnitt 1919, Platz 27). Hier hatte die Mannschaft nicht viel entgegenzusetzen, was sich im Ergebnis (0 zu 4) widerspiegelt. Die fünfte und letzte Runde spielte Wilhelmsburg 2 gegen HSK 22 (DWZ-Schnitt 1252, Platz 88). Diesen Kampf in der Schlußrunde gewannen wir mit 3 zu 1. (Gegen den HSK zu gewinnen, entschuldige bitte Christian, macht besonderen Spaß!) Am Ende belegte die Mannschaft Platz 73 von 98. Erwartet wurde aufgrund unseres DWZ-Schnitts (1612) Platz 66. So spielten wir nur leicht unter unseren Möglichkeiten.
Das Drumherum des Turniers war sehr beeindruckend. Jedenfalls für den Autor dieser Zeilen, da er auf so einer Großveranstaltung zum ersten Mal war. Das CCH bot mehr als genug Platz für die 98 Mannschaften, die sich eingefunden hatten.
Die Auslosungen gingen ab der zweiten Runde recht schnell vonstatten. Die erste Auslosung hatte Christian Zickelbein angesagt und fast zu jeder Mannschaft eine Anekdote erzählt, was selbstverständlich ziemlich viel Zeit raubte. Auch wenn diese Geschichtchen zum Teil guten Unterhaltungswert hatten, waren sie alle "viel zu lang", denn die Mannschaften (wir eingeschlossen) wollten mit dem Spielen beginnen.
Leider kam es dazu, daß ab der dritten Runde die Bedenkzeit von 15 Minuten auf zehn Minuten verkürzt und nur fünf statt sechs Runden gespielt wurden. Diese Verkürzungen sind leider zwingend gewesen, da es einige Mannschaften versäumten ihre Ergebnisse zügig der Turnierleitung mitzuteilen.
Alles in allem ist dieses Turnier eine sehr gute Sache gewesen und auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Der Vorsitzende des Hamburger Schachverbands, Dr. Schüler, kündigte bereits an, daß es nächstes Jahr eine Neuauflage geben soll. Allerdings wird ein neuer Name gesucht. So wird dieses Schnellschachturnier in Zukunft sicher nicht mehr Grand Cup (sondern Rollmops-Turnier – so jedenfalls der HR-Vorschlag, Red.) heißen. Wir werden beim nächsten Mal wieder dabei sein und hoffen, daß alle anderen und noch mehr kommen.

AW

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