SKW-Geschichte

Interview mit einer Klublegende

Nach 15 Jahren Mitgliedschaft und acht Jahren Jugendarbeit, fing ich (TF) an, mich mehr für die Geschichte des Vereins zu interessieren. Karsten Ohl kristallisierte sich dabei als eine zentrale Figur heraus. Zufällig las ich den Namen 2025 in der DWZ-Liste eines Bremer Vereins. Ich suchte, den Kontakt, um herauszufinden, ob es sich um die gleiche Person handelt. In der Tat! HR hätte es auch gewusst, den hatte ich nur nicht gefragt. Nach dem erfolgreichen Kontakt kam die Idee zum Interview mit dieser lebenden Legende des Vereins. Vielen Dank, Karsten, dass du dich darauf eingelassen hast!
Karsten damals
Karsten heute
Wie bist du zum Schachspielen gekommen und was hat dich von Anfang an fasziniert?
Der übliche Einstieg: Die Eltern – beide recht gute Freizeitspieler – habe ich als kleiner Junge beim Schach beobachtet, was bei Kindern im Einschulungsalter erstmal Ratlosigkeit wegen der komischen Züge mit den rätselhaften Figuren auslöst. Also hab ich mir das Geschehen erklären lassen. Und dann wollte ich natürlich selber spielen. Das bedeutete monatelang erstmal Niederlagen. Aber ich merkte, dass ich kontinuierlich besser wurde. Einmal hat mich mein Vater absichtlich gewinnen lassen. Aber das fand ich beleidigend („der hält mich wohl für doof“) und mündete in einem knallharten Ultimatum: „Wenn du nochmal absichtlich verlierst, spiele ich nie wieder mit dir Schach.“ Aber nach weiteren Monaten habe ich ihn dann zum ersten Mal geschlagen. Ich habe die Stellung noch vor Augen: Damenopfer und dann Grundlinienmatt mit einem Turm. Das war dann einer meiner schönsten Tage im Leben.

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