Die neuen FIDE-Regeln

Alles klar?

Von den 1964 in Thessaloniki beschlossenen Spielregeln des Weltschachbundes (FIDE) liegt endlich die deutsche Fassung vor. Die gesamten Regeln sind auf 14 Seiten nachzulesen, in nächster Zeit gibt es dazu weder Ergänzungen noch Auslegungen.
Zu wichtigen Punkten möchte ich in diesem INSELSCHACH und weiteren Folgen einige Erläuterungen geben, die auch das Durchlesen der Regeln (s. Seite 1) erleichtern sollen. Ich würde gerne auf Fragen von IS-Lesern zu den Regeln in der nächsten Ausgabe eingehen. INSELSCHACH-Leser aller (Bundes-)Länder, beteiligt Euch!

Folge 1: Der völlig neu gestaltete Artikel 10 sagt, wann eine Partie zu Ende ist.

Zu 10.1-10.4	Nach Matt, Aufgabe, patt oder Remisvereinbarung ist Schluß, 
		danach kann man keine Fehler mehr machen, aber auch keine Fehler 
		des Gegners bemängeln.
Zu 10.5-10.6	Remis durch Stellungswiederholung. Wann und wie man dies 
		beansprucht, erklären Art. 10.6 und 10.11.
Zu 10,7		Sind diese 'Totremisstellungen' erreicht, ist die Partie zu Ende.
Zu 10.8		Die 50-Züge-Regel. Nur für die in Art. 10.9 festgelegten Situationen 
		wird sie zur 100-Züge-Regel.
Zu 10.9(a)  	Jedenfalls das Erkennen der Situation ist einfach. 
   10.9(b)(c) 	Nun ja...
Zu 10.10	Das richtige Remisangebot. Es wurde schon früher in INSELSCHACH 
		so erklärt, jetzt steht es eindeutig in der Regel.
Zu 10.10(b) 	Das 'falsche' Remisangebot gilt, bis der Gegner es in Ruhe 
		beantworten kann, während er selbst am Zug ist.
Zu 10.11.1	siehe Anmerkung zu 10.5

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