Aufräumarbeiten

nach Spielschluß können sehr amüsant sein. Anwesend waren außer mir noch Sven Wobbe und Martin Stankiewicz, die soeben die Winterturnier-Partie zu Ende analysiert hatten. Wir fanden noch die Zeit, eine Partie nachzuspielen. Sven bemerkte auf einem Tisch ein liegengebliebenes, gut-leserliches, chaotisches Partieformular. Namen werden nicht genannt. So, oder so ähnlich muß die Partie abgelaufen sein. Bitte nachspielen:
1.d4 d5 2.c4 c6also Slawisch, oder etwa nicht? Wir werden sehen...
3.Sc3 e5eigenartig, schockt aber den Gegner
4.cxe5!Raffiniert, erfindet eine neue Regel
4...cxe5Der Gegner ist mit dieser Regel einverstanden
5.d4Weiß nimmt den geschlagenen Bauern und setzt ihn auf d4 zurück
5...Da4+Die Gegner tauschen die Sitzplätze. Weiß spielt jetzt für Schwarz, Schwarz für Weiß. Weiß weiß, daß Schwarz am Zug ist, da man aber nur die eigenen Figuren ziehen darf, nimmt er die weiße Dame und gibt sich selber Schach, nein falsch, dem Schwarzen, der ja jetzt Weiß ist, oder wie? AAARGH!!
6.Sc6 Se4
7.ODiesen Zug gibt es wirklich (jedenfalls auf dem Partieformular) Er bedeutet: Die Sitzplätze werden wieder getauscht... Für alle, die immer noch nachspielen wollen! Nehmen Sie alle Bauern aus der Brettmitte, außer einem weißen auf e5. Dazu noch: weißer Springer auf e4 und weiße Dame auf a4. Schwarzer Springer auf c6. Das Chaos nimmt seinen Lauf:
7...Dd5
8.Sd6+ Lxd6 9.exd6 Dxd6 10.Ld2 Ld7(Zur Tarnung völlig normale Züge...)
11.Dd1 Sf6 12.Sf3 O-O
13.g3 Te8Schwarz verrät nicht, welchen Turm, warum sehen wir später
14.Lg2 Tc8Stellen Sie einfach einen Turm auf c8, den anderen nach Belieben auf a8 oder e8
15.O-O Sd5
16.Tfe1Weiß untermauert, daß es der f-Turm ist, er wünscht nicht, mit dem a-Turm über die Dame d1 zu hüpfen.
16...Lf5

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