Weiß: Besenthal . . . . . Schwarz: Reddmann . . . . . Runde 2
Über den Beginn der Partie decken wir lieber den Mantel des Schweigens. HR spielte Morra mal wieder ungenau und stand mörderisch unter Druck. Der Gegner verheizte seine Bedenkzeit für Hasovicereien, vor denen er aber immer zurückschreckte. So behielt Schwarz den Bauern bis zum Endspiel. Dort komponierte HR eine Studie:

Zug Besenthal

43...Txf4 (Es geht zwar auch 43...e4, was den Bauern genauso abholt, aber warum nicht den Gegner provozieren und die Partie abkürzen? Das Bauernendspiel ist leicht gewonnen, aber das Turmendspiel kann noch endlos dauern...) 44.Txf4 (...wußte ich doch! Ist das Bauernendspiel WIRKLICH leicht gewonnen? Schwitz...) 44...exf4 45.f3 (Oder 45.Kd3 Kg5 46.Kd4 f3) 45...Ke5 46.Kd3 Kd5 47.Kc3 Kc5 48.Kd3 Kb4 49.Kd4 f6 (Hier liegt der Hund begraben. Falls 50.Kd5, so folgt 50...Kc3 51.Ke6 Kd3 52.Kxf5 Ke3 53.Kg4 f5+, wozu ein Tripelbauer manchmal gut ist...) 50.Kd3 Kb3 aufgegeben (51.Kd2 Kb2! 52.Kd3 Kc1, und die Umgehung ist komplett. Ich WUSSTE doch, daß das Bauernendspiel leicht gewonnen ist!)

HR

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