Die wichtigste organisatorische Änderung wurde 1971 vorgenommen. Der Schachklub Wilhelmsburg von 1936 wurde zum Schachklub Wilhelmsburg von 1936 e.V.. Behördengänge, Schreibarbeiten, Entwurf einer neuen Satzung, Versammlungen: in seinem letzten Amtsjahr vollbrachte der 64jährige Walter Szameitat diese Tat. Werner Berthold löste ihn 1972 ab.
Der SKW belegte 1972 den 2. Platz in der A-Klasse und stieg in die Stadtliga auf. Das Glück währte allerdings nicht allzu lange, denn 1975 ging es wieder abwärts. Diese Erfahrung machte unsere Erste noch mehrfach in den 80er Jahren: Zu gut für die Bezirksliga, aber nicht konstant enug, um sich in der Stadtliga zu halten.
Im 40. Lebensjahr verstarb am 13. Juli 1974 der überragende Spieler des Vereins: Artur Heibeck. Hatten die Wilhelmsburger Spieler Karsten Ohl, Folker Gätgens und Werner Berthold bei den Süderelbe-Meisterschaften Erfolge zu verzeichnen, so gelang es Wolfgang Junge vom SV Harburg auch den zweiten Wanderpreis von der Elbinsel zu entführen. 1974 war ein Jahr, in dem ein weiteres "Ereignis" stattfand, daß das Vereinsleben seitdem mit geprägt hat. Es schlug die Geburtsstunde des Inselschach! Eine Institution, die den Spaß am Klubleben bis heute bereichert.
Anläßlich des 40jährigen Jubiläums stiftete Walter Szameitat 1976 einen wertvollen Vereinspokal, mit der Auflage, daß dieser Pokal dem Klub immer erhalten bleiben müsse.
Die Blütezeit der Jugendgruppe war 1977. Hauke Reddmann wurde Hamburger B-Jugendmeister und die 1. Jugendmannschaft nahm an den Aufstiegskämpfen zur Regionalliga Nord teil.
Am 13. September 1978 starb Walter Szameitat, der Gründer und langjährige 1. Vorsitzende unseres Schachklubs.
1978 war trotz des traurigen Ereignisses das bisher erfolgreichste Jahr für unseren Verein. Er zählte 80 Mitglieder; davon 28 Jugendliche. Zu den Mannschaftskämpfen stellten die Senioren vier und die Jugendlichen drei Mannschaften. Der Aufwärtstrend der Mitgliederzahlen hielt jedoch nicht lange an. Viele junge Mitglieder verließen den Verein bald wieder. Die stetig abnehmende Schülerzahl am Gymnasium Wilhelmsburg und letztlich die Schließung dieser Schule trugen zum Nachwuchsmangel bei.
Einen Wechsel in der Führungsspitze gab es 1980. Hans Heinrich Ahrens (Heiner) löste Werner Berthold als 1. Vorsitzenden ab. Nachdem Heiner als Schachwart (ab 1963) und als Jugendwart (ab 1970) durch großes Engagement dem Verein zu Rekorden verholfen hatte, war der Posten des 1. Vorsitzenden die richtige Herausforderung, die er ebenso erfolgreich über viele Jahre meisterte.

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